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Der Morgen, an dem alles schiefging

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Emma schaut auf die Uhr und erstarrt. Es ist schon halb neun! Sie springt aus dem Bett, zieht sich schnell an und rennt in die Küche. Heute hat sie ein wichtiges Vorstellungsgespräch bei einer großen Firma in der Stadt. Sie muss pünktlich sein. In der Eile greift sie nach ihrer Tasse Kaffee. Doch ihre Hand zittert leicht vor Aufregung. Platsch! Der heiße Kaffee läuft über den Rand und tropft auf ihr weißes Hemd. Ein großer, brauner Fleck bildet sich sofort auf der Brust. Emma stöhnt frustriert. Sie hat kein Ersatzhemd dabei. Was soll sie jetzt machen?

Sie rennt zurück ins Badezimmer und versucht, den Fleck mit Wasser auszuwaschen. Aber es nützt nichts. Der Fleck wird nur noch größer. Emma atmet tief durch. Sie muss ruhig bleiben. Vielleicht kann sie das Hemd umdrehen? Nein, das sieht auch nicht gut aus. Endlich gibt sie auf. Sie zieht eine dunkle Jacke über das verschmutzte Hemd. Hoffentlich fällt der Fleck nicht auf.

Emma packt ihre Tasche und rennt zur U-Bahn-Station. Die Luft ist kalt, aber sie spürt nur die Hitze in ihren Wangen vor Stress. Als sie ankommt, steht gerade ein Zug an den Gleisen. Sie drückt sich durch die Menschenmenge und springt in den Waggon. Endlich! Sie setzt sich auf einen freien Platz und schließt kurz die Augen.

Doch dann hört sie eine laute Durchsage: Der nächste Halt ist leider nicht möglich. Wir müssen hier halten, weil ein Fahrgast im Gleis liegt. Emma öffnet die Augen. Der Zug steht still. Die Passagiere murmeln unzufrieden. Emma schaut auf ihre Uhr. Es ist schon neun Uhr fünfzehn. Ihr Termin beginnt um zehn. Sie hat nur noch fünfundzwanzig Minuten.

Sie steigt aus und rennt zur nächsten Station. Dort wartet sie verzweifelt auf den Bus. Endlich kommt er, aber er ist voll. Emma drückt sich trotzdem hinein. Sie steht neben einer alten Dame, die sie misstrauisch ansieht. Emma lächelt entschuldigend und hält ihre Tasche fest.

Nach zwanzig Minuten anstrengender Fahrt steigt sie aus. Die Firma liegt nur noch fünf Minuten zu Fuß entfernt. Emma läuft schnell durch die Straßen. Ihre Beine brennen, aber sie gibt nicht auf. Als sie vor dem modernen Bürogebäude steht, atmet sie schwer. Sie schaut auf die Uhr: 09:58 Uhr.

Sie betritt das Gebäude und fragt den Empfangsmitarbeiter nach dem Besprechungsraum im dritten Stock. Zweiter Aufzug links, sagt er freundlich. Emma rennt die Treppe hinauf, weil der Aufzug zu langsam ist. Im dritten Stock angekommen, steht sie vor der richtigen Tür. Sie klopft an.

Herein!, ruft eine Stimme von drinnen.

Emma tritt ein und verbeugt sich leicht. Guten Morgen, ich bin Emma Müller. Entschuldigen Sie bitte die kleine Verspätung.

Die Frau am Tisch lächelt. Kein Problem, Frau Müller. Wir haben gerade noch kurz über Ihre Bewerbung gesprochen. Setzen Sie sich bitte.

Emma setzt sich und spürt, wie ihre Anspannung langsam verschwindet. Der Kaffee-Fleck ist immer noch da, aber jetzt kümmert sie sich nicht mehr darum. Sie hat es geschafft. Das Gespräch beginnt gut, und Emma erzählt mit Begeisterung von ihren Erfahrungen. Am Ende des Tages weiß sie, dass sie den Job bekommen wird. Manchmal muss man einfach weitermachen, auch wenn alles schiefgeht.

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Practice Questions

Warum konnte Emma den Kaffee-Fleck auf ihrem Hemd nicht entfernen?

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Welche Lösung fand Emma, um den Fleck vor dem Vorstellungsgespräch zu verbergen?

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