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Der alte Freund am Bahnhof

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Ben stand auf dem Bahnsteig und wartete ungeduldig auf den Zug nach Berlin. Es war ein kalter Novembertag, und der Wind wehte stark durch die Halle. Er trug eine dicke Jacke und hielt seine Kaffeebeiste fest in der Hand. Plötzlich hörte er eine vertraute Stimme hinter sich. Ben? Ist das wirklich du? Ben drehte sich schnell um. Vor ihm stand Markus, ein alter Freund aus der Schulzeit. Sie hatten sich seit zehn Jahren nicht gesehen. Ben konnte es kaum glauben. Er lächelte breit und rief: Markus! Wie schön, dich zu sehen! Die beiden umarmten sich herzlich. Es war seltsam, so viel Zeit vergangen zu sein, aber die Freude war sofort da.

Sie setzten sich auf eine Bank am Ende des Bahnsteigs. Der Zug würde erst in zwanzig Minuten kommen, also hatten sie genug Zeit für ein kurzes Gespräch. Ben fragte Markus, wie es ihm ging und was er in all den Jahren gemacht hatte. Markus erzählte, dass er nach Hamburg gezogen war, um dort als Ingenieur zu arbeiten. Er klang sehr zufrieden, aber auch ein bisschen müde. Die Arbeit ist anstrengend, aber ich liebe meine Stadt, sagte er mit einem leisen Lächeln. Ben nickte und teilte seine eigenen Erfahrungen. Er hatte sich entschieden, Lehrer zu werden, was nicht einfach war, aber ihm viel Freude bereitete.

Während sie sprachen, kamen alte Erinnerungen zurück. Sie erinnerten sich an die gemeinsamen Ferien in den Alpen und an die vielen Streiche, die sie im Unterricht gemacht hatten. Lachend erzählte Ben von einem Mal, als Markus versehentlich das Fenster der Klasse kaputt gemacht hatte. Markus lachte laut und schüttelte den Kopf. Ich kann es immer noch nicht glauben, sagte er. Die Atmosphäre war locker und warm, als wären keine zehn Jahre vergangen.

Doch dann wurde die Unterhaltung ernster. Ben fragte, ob Markus verheiratet sei. Markus zögerte kurz, bevor er antwortete: Nein, ich bin geschieden. Es war eine schwere Zeit für mich. Ben spürte Mitgefühl und legte seine Hand auf Markuss Schulter. Das tut mir leid, sagte er sanft. Aber du bist stark. Du hast es geschafft. Markus dankte ihm für die Worte. Es war wichtig, jemanden zu haben, der zuhört und versteht.

Der Zug fuhr langsam in den Bahnhof ein. Die Türen öffneten sich mit einem leisen Signal. Ben stand auf und streckte Markus die Hand hin. Wir müssen uns wiedersehen, sagte er bestimmt. Lass uns nächste Woche telefonieren. Markus nickte und schüttelte seine Hand fest. Das mache ich sehr gerne. Pass auf dich auf, Ben.

Ben stieg in den Zug und suchte sich einen Platz am Fenster. Als der Zug losfuhr, sah er noch einmal zu Markus hinüber, der winkend auf dem Bahnsteig stand. Ein warmes Gefühl breitete sich in Bens Brust aus. Es war schön, alte Freunde wiederzusehen und festzustellen, dass die Freundschaft trotz der Zeit und der Veränderungen bestehen geblieben war. Er freute sich schon auf das nächste Gespräch und darauf, mehr über Markuss neues Leben zu erfahren.

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Warum wartete Ben ungeduldig auf den Zug nach Berlin?

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Wie lange hatten sich Ben und Markus nicht mehr gesehen?

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