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Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag betrat Daniel endlich seine Wohnung. Er schloss die Tür hinter sich und atmete tief durch, doch dann fiel ihm ein erschreckendes Detail auf: Seine Haustürschlüssel waren verschwunden. Panik breitete sich in seinem Magen aus. Ohne Schlüssel war er gefangen in seiner eigenen Wohnung, und der nächste Schlüsselholer würde erst morgen früh kommen.
Daniel blieb stehen und versuchte, seine Schritte zurückzuverfolgen. Er ging wieder zur Tür hinaus auf den Flur und blickte zum Treppenhaus hinunter. Vielleicht hatte er sie dort abgelegt? Nein, das war unwahrscheinlich. Er erinnerte sich deutlich daran, wie er vor dem Aufzug im Supermarkt eingestiegen war. Dort hatte er seine Einkaufstaschen ausgepackt und die Schlüssel kurz in der Hand gehalten, während er den Preis für Milch prüfte. Doch danach hatte er sie nicht mehr gesehen.
Er beschloss, zum Supermarkt zu laufen. Die Regale waren leerer als am Morgen, aber das Licht brannte noch hell. Er ging zur Kasse, wo er früher gestanden hatte. Sein Gedächtnis arbeitete mühsam. Hatte er die Schlüssel in der Tasche vergessen? Oder hatten sie sich vielleicht zwischen den Einkaufstüten verfangen und sind dort geblieben? Er suchte verzweifelt unter den leeren Kartons nach einem metallischen Geräusch, doch nichts war zu finden.
Enttäuscht wanderte er weiter zum Bahnhof. Der Zug war bereits abgefahren, aber die Wartehalle war noch belebt. Daniel ging zur Garderobe, wo er seinen Mantel aufgehängt hatte. Vielleicht hatte er die Schlüssel dort vergessen? Er fragte den Aufseher, ob jemand einen Schlüssel abgegeben habe. Der Mann schüttelte nur langsam den Kopf und deutete auf eine Liste an der Wand. Keine Spur von Daniels Namen.
Die Sonne ging unter, und die Schatten wurden länger. Daniel stand nun wieder vor seiner Wohnungstür, das Gefühl der Hilflosigkeit wachsend. Er war sicher, dass er die Schlüssel irgendwo liegen gelassen hatte, aber wo genau? Plötzlich fiel ihm ein: Vor dem Supermarkt hatte er sich an einem Laternenpfahl abgestützt, um eine Nachricht auf seinem Handy zu lesen. Vielleicht waren sie dort geblieben?
Er rannte zurück zum Laternenpfahl. Sein Herz klopfte schnell gegen seine Rippen. Er tastete mit den Händen über die rauhe Wand und das Metall des Pfahls. Und dann spürte er es: Ein kleines, kühles Objekt zwischen seinen Fingern. Es war sein Schlüsselbund. Er hatte ihn einfach in der Hand gehalten, während er auf sein Handy geschaut hatte, und war so sehr mit dem Gedanken beschäftigt gewesen, dass er ihn vergessen hatte.
Daniel lächelte erleichtert. Die Panik wich einer leichten Scham. Er steckte den Schlüssel schnell in seine Tasche und ging zurück nach Hause. Dieses Mal würde er die Tür öffnen, ohne zu zögern. Er hatte gelernt, dass man nicht nur auf das achten muss, was man sieht, sondern auch darauf, was man vielleicht unbewusst in der Hand hält.
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Warum war Daniel zunächst so panisch, als er feststellte, dass seine Schlüssel fehlten?
Wo genau hat Daniel schließlich seinen verloren geglaubten Schlüsselbund gefunden?
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